Die Aktionstage Bildung finden in Wien vom 18. bis 22. Oktober statt. Viele bunte Aktionen von vielen verschiedenen Organisationen finden in diesen Tagen statt. Das Programm wird laufend ergänzt:
Programm
Ein Nachmittag für Alle: Familien, Pädagog:innen, Interessierte.
Mit Bühne und Riesenseifenblasen. Nimm eine Picknickdecke mit!
16:00 Pop-Up Konzert von Die Donaupiraten aus ASAGAN!
Infostand von Die Buchknacker – Die Hörbücherei
Aktion Respekt ist keine Einbahnstraße von ASH Forum und dem Verein Schulmediation
Fahrt mit dem BikeBus aus dem 3. Bezirk zum Bildungspicknick!
13:45 Treffpunkt Rochuspark/Hainburgerstraße 11, 1030 Wien – 14:00 Abfahrt – 14:15 Station: Urania
Route über Donaukanal und Ring-Radweg
Warmes Essen von Robin Foods
Bei Schlechtwetter verlegen wir das Programm auf das Badeschiff – in Kooperation mit Bunte Begegnungen
Inklusion Österreich, Lebenshilfe Österreich und Diakonie laden zur Pressekonferenz ins Albert-Schweitzer-Haus
Führung für Journalist:innen um 11:00, Ausstellungseröffnung Abends.
- 9:00–11:30 · Wir bauen die Schule für alle! – Mitmachprogramm für Schulklassen
Wie sieht eine Schule aus, in der alle Kinder gemeinsam lernen können? An drei Stationen bauen, malen und schreiben Schüler:innen ihre „Schule für Alle“: mit Kartonmodellen, Wunschkarten und einem langen Bild vom perfekten Schultag. Zum Abschluss rufen wir unsere Forderungen gemeinsam ins Megafon. Die Wünsche der Kinder tragen wir am Nachmittag zum Bildungsministerium. Material ist vorhanden, alle Altersstufen sind willkommen. - 9:00 bis 12:00 FrauenLernRaum des ASH Forums mit Frühstück
- Nachmittags: Infostand Lobby4Kids
- 14:00–15:00 · Diskussion: Gemeinsame Schule
Expert:innen, Pädagog:innen, Eltern und Schüler:innen diskutieren, wie eine Schule für ALLE gelingen kann und was die Politik jetzt tun muss. Mit ÖGS-Dolmetsch. - 16:00 bis 18:00 Demo „Bildung für Alle – Statt Chancen für Wenige“ und Abschlusskundgebung mit Forderungsübergabe vor dem Bildungsministerium (Wasagasse 2)
Wir fordern von Bund und Land:
1. Genug Ressourcen bzw. Pädagog*innen für alle Kinder von 1 – 18 Jahren – Die klaffende Versorgungslücke in Kindergarten, Schule und Freizeitpädagogik schließen!
Die Finanzierung sonderpädagogischer Unterstützung muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Kinder brauchen jetzt ausreichend qualifizierte Pädagog*innen. Bund und Land müssen dafür Verantwortung übernehmen. Zuständigkeitsdebatten und Verantwortung zwischen Bund und Land hin und herzuschieben schafft keine einzige zusätzliche Unterrichtsstunde.
> In Wiens Kindergärten sind über 50% der Stellen für Pädagog*innen mit sonderpädagogischer Ausbildung unbesetzt!
> Für Schulen den 2,7% SPF-Deckel aufheben.
> Freizeitpädagogik absichern!
An der Bildung darf nicht gespart werden! Echte Inklusion gibt es nicht zum Spartarif! Das Geld ist da, es liegt bei den Reichen, den Banken und Konzernen! Was fehlt, ist der politische Wille!
Inklusion jetzt!
2. Multiprofessionelle Teams an jede Schule!
Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Therapeut*innen, Logopäd*innen, Fachkräfte für Unterstützte Kommunikation und Pflegefachkräfte sollen gemeinsam unterstützen. Multiprofessionelle Angebote müssen auch in der Schule und im Kindergarten zugänglich sein. Unterstützte Kommunikation muss selbstverständlich im gesamten Schulalltag ermöglicht werden – sich mitteilen zu können ist ein Menschenrecht.
3. Schulassistenz flächendeckend und bedarfsgerecht sichern!
Wir fordern einen verlässlichen Rechtsanspruch auf die individuell notwendige Assistenz. Schulbesuch und Teilhabe dürfen weder von knappen Kontingenten noch vom Durchhaltevermögen der Eltern abhängen. Assistenz und pädagogische Förderung müssen einander ergänzen; beides braucht ausreichend Ressourcen.
4. Eine Schule für alle – gemeinsame Bildung endlich verwirklichen!
Ein inklusives und diskriminierungsfreies Bildungssystem vom Kindergarten an, in dem Kinder miteinander lernen und die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Herkunft, Einkommen und Behinderung dürfen nicht über Bildungswege entscheiden. Dazu gehört auch das Recht auf ein 11. und 12. Schuljahr an einer wohnortnahen Regelschule.
Echte Bildungspolitik statt Segregation, Rassismus und neoliberaler Sparzwang!
5. Die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen – mit verbindlichen Schritten und echter Mitsprache!
Österreich ist seit 2008 gesetzlich verpflichtet, ein inklusives Schul- und Bildungssystem auf allen Ebenen aufzubauen. Was bisher geschah? Segregation, Rassismus und ein Sparpaket nach dem anderen. Wir erinnern die Bundesregierung an ihre Aufgabe und fordern den schrittweisen Aufbau eines tatsächlich inklusiven Schul- und Bildungssystems! Hochwertige Bildung für alle – statt Chancen für wenige!
Wir brauchen klare Zuständigkeiten, Zeitpläne, gesicherte Mittel und öffentlich überprüfbare Fortschritte. Menschen mit Behinderungen und ihre Organisationen müssen Entscheidungen tatsächlich mitgestalten können. Erkämpfte Unterstützung in Bildung, Alltag und beim Übergang in die Arbeitswelt muss gesichert und ausgebaut werden.
Unsere Kinder haben nur eine Schulzeit. Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben – jetzt und in jeder Lebensphase. Beides lässt sich nicht auf die nächste Arbeitsgruppe, den nächsten Finanzausgleich oder die nächste Legislaturperiode verschieben.
Wir sind Teil dieser Gesellschaft. Wir sind hier. Jetzt! Und wir werden wieder gemeinsam laut.
Kommt mit auf die Straße – für Bildung für alle, statt Chancen für wenige!







































































